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Verbesserte Notfallversorgung für Herzinfarktpatienten
Allein der Transport zum Krankenhaus kann im Falle eines Herzinfarktes oder einer ST-Hebung im EKG, die auf die Krankheiten Prinzmetal-Angina, Herzwandaneurysma oder Perikarditis hinweisen kann, über das Leben des Patienten entscheiden.
Die Arbeitsgruppe der Isala Kliniken in Zwolle, Holland, fand durch ein Forschungsprojekt nun heraus, dass der Wirkstoff Tirofiban, der zusätzlich zur Standardmedikation gegeben wird, die Schwere des Infarktes oder der ST-Erhebung deutlich verringern kann. Tirofiban kann ausschließlich intravenös gegeben werden und stellt einen starken Plättchenaggregationshemmer dar.
Für die Forschungen fanden 24 Kliniken aus Deutschland, den Niederlanden und Belgien zusammen. 984 Patienten, die an Herzinfarkt oder ST-Hebung litten, wurden innert eines Jahres teils mit Tirofiban und teils mit einem Placebo behandelt - zusätzlich zur Standardmedikation, die aus Clopidogrel, Heparin und Aspirin besteht.
Der EKG-Befund zeigte der Arbeitsgruppe deutlich, dass jene Patienten mit dem Placebo keine Linderung spürten, während sich der EKG der Tirofiban-Patienten deutlich normalisiert hatte. Um sicherzugehen, dass die Therapie mit Tirofiban keine Blutungen verursachen würde, wurde auch dies getestet - und die zufriedenstellenden Ergebnisse sprachen deutlich für eine Therapie mit Tirofiban zusätzlich zur standardisierten Medikation.

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